| | Basierend auf einem besseren Verständnis der Biodiversität und der
Funktionsweise von terrestrischen Ökosystemen wie auch
Süsswasser-Ökosystemen, werden im EU-Projekt ALARM Methoden und
Protokolle getestet und entwickelt zur Abschätzung der grossräumigen
Umweltrisiken, um negative direkte und indirekte Auswirkungen des
Menschen zu minimieren.
Die Forschung zielt auf die Einschätzung und Prognose der Veränderungen
in der Biodiversität und in der Struktur, Funktionsweise und Dynamik
von Ökosystemen. Dies bezieht sich auf die Leistung beziehungsweise den
Dienst von Ökosystemen und schliesst das Verhältnis zwischen
Gesellschaft, Wirtschaft und Biodiversität ein. Insbesondere diejenigen
Risiken, die aus Klimaveränderungen, dem Freisetzen von
umweltrelevanten Chemikalien, der Invasion ortsfremder Arten, und dem
Verlust von Bestäubern entstehen, werden im Kontext der gegenwärtigen
und zukünftigen europäischen Landnutzungmuster abgeschätzt.
Es gibt eine wachsende Zahl von Fallstudien zu Umweltrisiken in Folge
jeder einzelnen dieser Einflussfaktoren. Dies bringt ein verbessertes
Verständnis mit sich, wie diese Veränderungen im Einzelnen
funktionieren und die Ökosysteme beeinflussen. Dagegen ist das Wissen,
wie sie im Zusammenhang wirken, gering, und ALARM ist das erste
Forschungsvorhaben mit der kritischen Masse, die benötigt wird, um die
Aspekte dieser kombinierten Einflussfaktoren und ihren Konsequenzen
anzugehen.
Die in ALARM vorgesehenen Risikobeurteilungen werden hierarchisch
vorgenommen und erfassen eine grosse Bandbreite an organisatorischen
(Gene, Arten, Ökosysteme), temporären (über Saison, Jahr, und
Jahrzehnt) und räumlichen Skalen (Lebensraum, Region, Kontinent),
bestimmt durch eine angemessene Auflösung in den gegenwärtigen
Fallstudien und Datenbanken.
Sozio-ökonomische Betrachtungen als vernetzendes Thema werden zur
Integration der faktorspezifischen Risikobeurteilung beitragen und
Instrumente und Methoden entwickeln, um Gefahren für die Biodiversität
den Verursachern mitzuteilen und Politikoptionen aufzuzeigen, um solche
Gefahren abzuschwächen. Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle,
UFZ Biozönoseforschung,
ALARM Projektleitung Georg-August-Universität Göttingen
Universität Hannover
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